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Vergangene Studienreisen

Nachfolgend finden Sie eine Reihe von Studienreisen, die wir in der Vergangenheit durchgeführt haben. Diese werden u. U. in Zukunft noch einmal angeboten.

Die aktuellen Studienreisen finden Sie hier!

 

Studienreise Transkarpatien

Heilpflanzen, Land und Leute in Transkarpatien 

30.07. – 12.08.2007
Ein Angebot der Freiburger Heilpflanzenschule in Kooperation mit
NeSTU (Netzwerk Schweiz-Transkarpatien/Ukraine).

Information/ Anmeldung/Reiseleitung:

Beate Hasspacher, Hasspacher&Iseli GmbH, Oberer Graben 9, CH-4600 Olten,
Tel. 0041 62 212 82 81,
hp@hasspacher-iseli.ch,
www.hasspacher-iseli.ch

Download des Reise-Programms - einfach HIER klicken! 

Fachliche Leitung:

Ursel Bühring, Freiburger Heilpflanzenschule

NeSTU
Hochwasserkatastrophen 1998 und 2001 lösten Hilfeleistungen aus der Schweiz aus und verstärkten die Kontakte zwischen der Schweiz und Transkarpatien. Diese mündeten u.a. in den 2001 gegründeten Verein NeSTU (Netzwerk Schweiz-Transkarpa­tien/­Ukrai­ne, www.nestu.org), welcher Kontakte und Projekte in den verschiedensten Bereichen fördert.  

Ort, Unterkunft:

Nischnje Selischtsche, Dorf im Hügelvorland der Karpaten. Einfache Unterkunft in Gruppen von 2-4 Leuten bei Gastfamilien. Vegetarisches Essen ist möglich.  

Reisedatum

30.07. (Abfahrt abends) – 12.08.2007 (Ankunft frühmorgens) 

Sprachen

Kurssprache deutsch, im Dorf sprechen mehrere Leute etwas französisch oder englisch. Übersetzungen Ukrainisch-Deutsch während des ganzen Aufenthaltes.  

Reise

Mit der Bahn, über Zürich – Wien – Budapest – Chop; Schlafwagen/Couchette. 

Leitung

· fachliche Leitung: Ursel Bühring, Freiburger Heilpflanzenschule
· lokale Koordination: Yolana Molnar
· Organisation, administrative Leitung: Beate Hasspacher, NeSTU 

Kosten

Pauschalpreis inkl. Bahnreise ab Zürich, Exkursionen, Unterkunft, Verpflegung, Kurs incl. Material und Übersetzungen (ohne individuelle Verpflegung Hin- und Rückreise):

SFr. 1'450.- bzw. ca. 950 Euro

Im Preis sind ca. 10% Beitrag an ein lokales Projekt inbegriffen.

Teilnehmerzahl: mindestens 10, max. 20.

Versicherungen sind Sache der Reiseteilnehmenden.

Kein Visum erforderlich.  

Themen und Ziele der Reise 

· Wildwachsende Heilpflanzen kennenlernen (Arten, die sowohl in Transkarpatien als auch in der Schweiz/ in Deutschland vorkommen).
· Sammeln, Ernten und Verarbeiten der Pflanzen, Herstellung von einfachen Kräuterprodukten für den Hausgebrauch.
· Begegnungen und Einblicke in das Alltagsleben in einem ukrainischen Dorf.
· Erfahrungsaustausch mit Einheimischen über die Heilkräuter und ihre Anwendung.

Der Kurs soll dazu beitragen, dass das wohl in beiden Regionen gefährdete Wissen über Volksmedizin und Heilkräuter erhalten, aufgefrischt und angewendet wird.

Die Reise wird auf nichtkommerzieller Basis durchgeführt.  

Programm  

Thema Heilpflanzen:

· Exkursionen rund ums Dorf, zusammen mit Frauen aus dem Dorf; teilweise Begleitung durch ukrainische Botaniker
· Kräuterwerkstatt im Freien und im Kulturhaus von Nischnje; Herstellung von Tinktur, Salbe, Tee, Ölen, Likör, Wildkräuterküche
· Besuch bei Transkarpatierinnen, die uns durch ihre Gärten führen und uns erklä­ren, welche Kräuter sie wozu sammeln  

Ausflüge, Kulturelles:

· Regional-Märkte (Vieh, Gemüse, Waren)
· Besuch des Korbflechterdorfes Iza
· Urwald-Exkursion ins Uholka-Reservat (grösster europäischer Buchenurwald)
· Dorffest mit der Musikgruppe Hudaki
· Schaschlick/ Picknickabende
· Besuch der Dorfinstitutionen und Dorfent­wicklungsprojekte in Nischnje Selisch­tsche (medizinisches Ambulatorium, Dorfschule, Jugendarbeit, Käserei, Quellfassung)
· kurzer Besuch in der Provinzhauptstadt Ushgorod, ev. Volkskundemuseum (Frei­licht­museum)
· Ruhetag
· Besuch im Kinderheim Vilshany
· Holzkirche Kolodna
· Besuch einer orthodoxe Kirche und/oder eines Klosters
· Wanderung in der Region Irschawa (Auenlandschaft, Moorlandschaft, wasserbetriebene Schmiede)

Wir passen das Programm gerne den Wünschen und Bedürfnissen der Teilnehmenden an. 

Zielpublikum: 

· An Heilpflanzen und Volksheilkunde Interessierte, Vorkenntnisse nicht erforderlich.
· Leute, die neugierig sind auf dieses Land, offen für menschliche Begegnungen über unseren Kulturkreis hinaus und bereit, auf den gewohnten touristischen Komfort zu verzichten.
· Für Partner/ Begleitpersonen ev. alternative Angebote nach Absprache, Kinder ab ca. 9 Jahren willkommen 

Transkarpatien

Transkarpatien liegt direkt "hinter" der neuen EU-Ostgrenze und gleichzeitig im geographischen Zentrum Europas. Die Region mit der Fläche eines Drittels der Schweiz hat gemeinsame Grenzen mit Polen, der Slowakei, Ungarn und Rumänien. In ihrer wechselvollen und zum Teil tragischen Geschichte hat sie alleine im 20. Jahrhundert sechsmal die Staatszugehörigkeit gewechselt. Sie war Teil der Habsburgermonarchie Österreich-Ungarn, der Tschechoslowakei, Ungarns, hat 1944 die Besetzung durch die deutsche Wehrmacht und die Deportation ihrer jüdischen Bevöl­kerung erlebt, wurde Teilrepublik der Sowjetunion und leidet heute als westlichste Provinz der unabhängigen Ukraine unter dem wirtschaftlichen Niedergang seit der Auflösung der alten kommunistischen Strukturen.

Transkarpatien zeichnet sich aus durch eine grosse ethnische und kulturelle Vielfalt, mit vielen sprachlichen und religiösen Minderheiten. Ortsnamen deutschen Ursprungs erinnern daran, dass u.a. im 18. Jahrhundert Holzfäller, Handwerker und Winzer von Westen her einwanderten.

Vielfältig sind auch Natur und Landschaft: Die Region auf der südwestlichen Abdachung der Karpaten erstreckt sich von der ungarischen Tiefebene und der Theiss – dem grössten Zufluss der Donau – über eine ländliche hügelige Kulturlandschaft bis zu den waldreichen Tälern der Karpaten. Diese beherbergen u.a. den grössten noch bestehenden Buchen-Urwald Europas und ein Unesco­-Biosphärenreservat. Der Hoverla ist mit über 2000 m.ü.M. Transkarpatiens höchste Erhebung.

Der politische Umbruch nach dem Zerfall der Sowjetunion prägt das Alltagsleben. Die ländliche Bevölkerung lebt zu grossen Teilen von Selbstversorgung und kleinflächiger einfacher Landwirtschaft mit sehr viel Handarbeit, wie sie bei uns vor vielleicht 50 Jahren vorherrschte. Die Kulturlandschaft ist vielfältig und naturnah, mit bunten Wiesen und Weiden, Obstgärten, Feldgehölzen und Wäldern.

Transkarpatien war vor 1991 eine Urlaubs- und Kurregion für die sowjetische Bevölkerung. Dieser Tourismus ist nach der Wende zusammengebrochen, eine touristische Erschliessung nach westlichen Massstäben existiert noch kaum.

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