Vielen infektiösen Erkrankungen steht die Schulmedizin hilflos gegenüber. Die zunehmende Resistenz zahlreicher Erreger gegen Antibiotika macht ihre Behandlung immer schwieriger. In besonders bedrohlichem Ausmaß nehmen resistente Krankenhauskeime zu. Aber auch durch Viren ausgelöste Infektionen verbreiten sich weltweit rasant und lassen sich schlecht beherr-schen. Was tun? Spätestens seit den Pestzeiten des frühen Mittelalters weiß man, dass es in Heilpflanzen antiinfektiöse Inhaltsstoffe gibt. Hochwirksame antibiotische, antivirale und an-timykotische pflanzliche Substanzen werden neuerdings mittels Studien untersucht und in ihrer Wirksamkeit belegt.
Das Symposium widmet sich diesem Thema und lässt ausgewiesene Experten dazu zu Wort kommen. Die Diskussionen im Anschluss an die Vorträge regen zum Erfahrungsaustausch an.
Atemwegsinfekte sind die häufigsten Diagnosen in der ärztlichen Praxis und belasten das Gesundheitssystem jährlich mit Hunderten von Millionen Euro. Noch immer wird heute in 8 von 10 Fällen zum Antibiotikum gegriffen, was wenig sinnvoll ist, denn Atemwegsinfekte werden in 95 Prozent durch Viren ausgelöst, gegen die Antibiotika naturgemäß nicht wirksam sind. Unnötige Nebenwirkungen und weltweit steigende bakterielle Resistenz sind die Folge. Ge-fragt sind Substanzen, die wirksam gegen Viren und Bakterien vorgehen. In diesem Vortrag werden Grundlagen der Infektion vorgestellt sowie Ansatzpunkte und Wirkmechanismen wichtiger Pflanzeninhaltsstoffe vor allem bei Atemwegsinfekten, mit besonderem Gewicht auf einen Spezialextrakt aus den Wurzeln der Kapland-Pelargonie
Resistenzen gegen Antibiotika breiten sich immer weiter aus und werden zunehmend zu einem ernsten klinischen Problem. Daher ist die Frage interessant, inwieweit Antibiotika in der Medizin durch Heilpflanzen und deren Inhaltsstoffe ersetzen werden können. Wir möchten die Wirkung und Einsatzmöglichkeiten von Cranberryextrakt, Senfölen und Korianderöl vorstellen und präsentieren dazu unsere neusten Forschungsergebnisse.
Johanniskraut, Bartflechte und Rosmarin mit ihren ausgeprägten antibakteriellen und antimy-kotischen Eigenschaften werden derzeit in der Dermatologie der Uniklinik Freiburg erforscht, und zwar vor allem bei den mit Bakterienbefall verbunden Krankheitsbildern Neurodermitis, chronische Wunden und Akne. Besonders die Besiedlung der Haut mit Staphylococcus aureus und der multiresistenten Form MRSA spielt dabei eine bedeutende Rolle. Anhand dieser Krankheitsbilder sollen neben der primären antibakteriellen Wirkung aber auch sekundäre Effekte, die bei der Bekämpfung von Bakterien helfen (z.B. Stärkung der Hautbarriere, Beein-flussung des Immunsystems, Entzündungshemmung), zur Sprache kommen und mit Studien belegt werden.
Ätherische Öle sind äußerst wirksam gegen Keime, ob Bakterien, Viren oder Pilze. Aber wie sieht die praktische Anwendung am Patienten aus, welche der Duftsubstanzen werden wo eingesetzt? Antwort gibt das Aromatogramm, das vergleichbar ist mit einem Antibiogramm. Mithilfe eines Aromatogramms können antibakterielle oder antimykotische Wirkungen ver-schiedener ätherischer Öle gegen Krankheitskeime nachgewiesen und somit diejenigen Öle bestimmt werden, die zuverlässig wirken. Das Aromatogramm ermöglicht eine kausale und auf die jeweiligen Infektionsverursacher zielende aromtherapeutische Behandlung. Oft kann damit der Einsatz eines Antibiotikums vermieden werden. Anhand ätherischer Öle wie Neroli, Manuka, Thymian und Lemongrass wird beispielhaft die breite Wirkung der ätherischen Öle auf bak-terielle Keime gezeigt.
V-10 PHYT
Termin: Di. 01.11.2011 (Feiertag)
Zeit: 09.30 – 12.30 Uhr
14.30 – 17.30 Uhr
Ort: Freiburger Heilpflanzenschule
Teilnahmegebühr: 100.- €
Anmeldung (Eine rechtzeitige Anmeldung wird empfohlen)
Eine schriftliche Abmeldung ist erforderlich, dabei wird die Bearbeitungsgebühr von € 30,-- einbehalten.
Bei Rücktritt ab 30 Tage vor Beginn, Nichterscheinen oder bei nur zeitweiliger Teilnahme ist die gesamte Gebühr fällig. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen. Die Ausfallgebühr entfällt, wenn ein/e Ersatzteilnehmer/-in gestellt wird.
Das Phytotherapie-Symposium dient der Vertiefung phytotherapeutischer Kenntnisse. Die ReferentInnen des diesjährigen Symposiums, allesamt ExpertInnen auf ihrem Gebiet, beleuchten das Schwerpunkt-Thema "Burn-Out und Erschöpfungszustände" von unterschiedlichen Seiten und zeigen phytotherapeutische Therapiemöglichkeiten auf. Die Diskussion im Anschluss an die Vorträge regen zum Erfahrungsaustausch an.
Burn-Out? Trend-Diagnose, postmoderne Eoidemie oder was verbirgt sich sonst dahinter? Der Vortrag soll einerseits Klarheit in das Krankheitsbild bringen und andererseits aufzeigen, welche Behandlungsmöglichkeiten die Phytotherapie hier bietet. Von pflanzlichen Sedativa, "Mood-Stabilizern" und Adaptogenen wirn nicht nur die Rede sein, sondern es werden auch sinnliche Erlebnisse geboten.
Was machen Sie, wenn Ihr Auto "alle" ist? - Na klar, Sie tanken auf! Und zwar mit dem passenden Treibstoff. Was machen wir, wenn wir "alle" sind? Wir tanken "Kaffee, Zucker, Fastfood .....". Doch das ist ganz einfach nicht passend für die Versorgung unseres "Motors" und so machen wir auf Dauer schlapp! Essen hält - nach wie vor -Leib und Seele zusammen. Mit ein paar Tipps zu heilkräftigen Nahrungsmitteln und Kräutern ist eine "artgerechte" Ernährung auch in unseren heutigen schnellen Zeit möglich. Essen Sie sich fit! Genießen Sie die Pflanzen-Kraft, die sie einfach "tanken" können!
Die Rosenwurz, Rhodiola rosea, ist eine Pflanze, wie geschaffen für den modernen Menschen: Sie macht körperlich und geistig leistungsfähiger, schirmt Stress ab und erhöht die Belastbarkeit.
Adaptogene, dazu gehört die Rosenwurz, erleichtern die Anpassungen an exogene Stressoren und führen zu verbesserter und effektiverer Körperfunktion, sie sind aber keine Stimulantien. Dieser wichtige Unterschied und aktuelle Erkenntnisse zu den potentesten Adaptogenen im Pflanzenreich sind Thema des Vortrags.
Termin 2010
V-10 PHYT:
Mo.: 01.11.2010
Unterrichtszeit: 9:30 - 12:30 Uhr; 14:30 - 17:30
Kosten Teilnahmegebühr: 100,- €
Zahlungsmodalitäten
Sie zahlen bei Ihrer verbindlichen Anmeldung eine
Teilnahmegebühr von 100,-€.
Eine schriftliche Abmeldung ist erforderlich, dabei wird die Bearbeitungsgebühr von € 25,-- einbehalten; zusätzlich entstehen folgende Ausfallgebühren:
Bei Rücktritt ab 14 Tage vor Beginn, Nichterscheinen oder bei nur zeitweiliger Teilnahme ist die gesamte Gebühr fällig. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen. Die Ausfallgebühr entfällt, wenn ein/e ErsatzteilnehmerIn gestellt wird.
Anmeldung (frühzeitige Anmeldung empfehlenswert).